Sonntag, 25. Januar 2015

Sei kreativ! #10 // Teelichthalter aus Beton


Hallo meine Lieben!
Eine wundervolle Nachricht Anfang diesen Jahres lautete "Wir machen weiter mit der Sei kreativ! Challenge" und darüber freue ich mich sehr. Katja und Dani geben auch in diesem Jahr weiterhin jeden Monat ein Material vor, mit dem wir uns kreativ betätigen. Das macht mir immer viel Spaß, denn es entstehen immer unterschiedliche Sachen und man lässt das Köpfchen wieder einmal etwas rauchen :o)

In diesem Monat hat Dani das Material BETON vorgegeben, wohl das Trendmaterial 2014. Bisher hatte ich mich damit noch nicht ausgetobt, in der Uni haben wir zwar oft auch Modelle gegossen, aber da war ich wohl eher Expertin für Wachs. Aber das ist ja gar kein Problem, ab in den Baumarkt und Material gekauft... Da man für die übliche Rezeptur von Beton Zement, Kies, Sand und Wasser benötigt (da habe ich in der Baustoffe-Vorlesung mal aufgepasst hihi) und ich nicht auch noch Sand und Kies kaufen wollte, habe ich mich für einen Sack Betonestrich entschieden. Bei diesem Trockenbeton muss lediglich Wasser hinzugefügt werden und er hat eine angenehm kleine Körnung, wodurch man auch feinere Sachen gut gießen kann.

Ihr benötigt außerdem feste Pappe (z.B. Graupappe 2-3 mm), Holzleim, breites Klebeband, Vaseline, eine Schüssel, Wasser und einen Spachtel, zwei große Teelichter (knappe 6 cm Durchmesser), grobes Schleifpapier, Malerkrepp, Farbe (z.B. Acryl), und einen Pinsel. Ein lieber Freund der einem den 10 Kg-Sack trägt ist auch sehr von Vorteil hihi...

Ganz am Anfang baut ihr euch natürlich erst einmal eine Negativform. Ich habe dafür einen Pappkasten in 18 cm Breite, 8 cm Tiefe und 4 cm Höhe geklebt. Ihr benötigt also ein Pappteil 18 x 8 cm, 2 Pappteile 18 x 4 cm und 2 Pappteile 8 x 4 cm, die ihr mit dem Holzleim ordentlich aneinander klebt. Je ordentlicher die Form desto ordentlicher später auch das Ergebnis. Dann löst ihr die silbernen Becherchen vorsichtig von den Teelichtern und klebt sie verkehrtherum und einigermaßen symmetrisch auf den Boden der Schachtel. Und alles schön mit Kleber verdichten und gerade Kanten ziehen...

Wenn die Form getrocknet ist umklebt ihr die Kanten noch einmal mit dem Klebeband, sodass alles schön dicht und fest ist. Anschließend schmiert ihr alle Innenteile gut mit Vaseline ein, damit man die Form später gut ablösen kann.

Und schon geht es ans Gematsche :o) Gebt nach und nach das Betonpulver in eure Schüssel mit Wasser bis eine sämige Masse entsteht. Nach 3 Minuten Wartezeit könnt ihr die Masse dann in der Form verteilen.

Füllt die Form am besten randvoll und klopft sie danach ein paar Mal auf den Untergrund, sodass sich die Masse in alle Ecken verteilt und Luft entweichen kann. Da Beton generell aber ein sehr grobes Material ist, werden trotzdem einige Luftlöchlein oder abgebrochene Stückchen entstehen, da braucht ihr nicht traurig sein :o) Das Wasser, das sich oben sammelt, könnt ihr mit dem Spachtel etwas abziehen.

Ich habe das Ganze zwei Tage im wenig warmen Flur trocknen lassen. Dann könnt ihr es aus der Form befreien (da braucht ihr euch gar nicht erst bemühen, dass die Form ganz bleibt hihi) und es noch einmal für einen Tag auf die Heizung legen. Durch das Klebeband kann die Feuchtigkeit vorher sonst nicht so gut entweichen...

Nachdem der Block trocken ist könnt ihr mit dem Schleifen beginnen. So wird er etwas geschmeidiger und gleichmäßiger und ein paar Flecken verschwinden.

Danach sieht das Ergebnis dann so aus :o) Für mich hat bei dieser rustikalen Variante noch ein kleiner Farbtupfer gefehlt. Deshalb habe ich mit dem Malerkrepp einen Streifen an den Seiten abgeklebt...

... und ihn mit rosafarbener Acrylfarbe angestrichen.

Das Kreppband könnt ihr gleich im feuchten Zustand noch abziehen und der Teelichthalter ist sozusagen startklar. Ihr müsst nur noch die zwei anfänglich herausgelösten Lichter einsetzen.

Wie findet ihr diesen Betontrend? Passt das Material und der Stil zu eurer Einrichtung? Ich finde ja das Minimalistische und Geradlinige manchmal gar nicht so verkehrt :o) Nur sieht es bei mir zu Hause definitiv nicht so farblich passend und durchstrukturiert aus wie in den Zeitschriften und Blogs haha... Aber Hauptsache man fühlt sich wohl :o)

Viel Spaß beim Matschen mit Beton!
Eure

Kommentare:

  1. Hallo Caro,

    zwar bin ich nicht so begabt, schon gar nicht mit aushärtendem Material, sonst würde ich das direkt nachmachen. Dieser Stil passt sehr gut in meine Wohnung, da würde sogar mal dem liebsten die Deko auf Anhieb gut gefallen. Du hast absolut recht, es muss nicht wie in den Katalogen aussehen, sondern so wie es für dich ein Wohlfühl-Raum ist. Finde sowieso, dass man sich von den hübschen Fotos viel zu sehr leiten lässt. Wer weiß, was rechts und links für ein Chaos herrscht, das die Kamera mal schön ausgeblendet hat :)

    Ganz liebe Grüße, Silke

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    1. Hehe, einfach ausprobieren Silke, ich war auch ganz gespannt, ob es am Ende so aussieht, wie ich wollte :o)
      Ja, ich wäre auch oft sehr gespannt, wie es um die Bilder herum aussieht... Und ich frage mich immer, ob die Leute immer so viel weniger Kram als ich besitzen oder ob sie einen riesigen Wandschrank irgendwo haben :oD
      Liebe Grüße an dich!

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