Dienstag, 9. September 2014

Meine persönliche Traumhochzeit// Ich als Trauzeugin



Ihr Lieben,
der 23. August 2014 war ein Tag der ersten Male... Zum ersten Mal gab es einen Abend vor der Trauung, gemeinsam mit Trauzeugen und Brautpaar und der lieben Brautmama, an dem ich mir zum ersten Mal in meinem Leben, als alle in ihre Zimmer gekehrt waren, meine Fußnägel lackiert habe (was für ein K(r)ampf hihi). Zum ersten Mal wachte ich mit meiner Tagesaufgabe "Heute bin ich die Trauzeugin!" auf, schwang mich in meinen Trauzeuginnen-Morgenmantel und unterstützte die aufgeregte Braut, die verzweifelt versuchte sich das wohl teuerste und bedeutendste Butterbrot ihres Lebens einzuflößen. Es war das erste Mal, dass ich einer Braut vor ihrem großen Auftritt das Kleid schließen durfte und gemeinsam mit ihr und den drei Brautjungfern auf einen tollen Tag anstoßen konnte. Das erste Mal, dass ich das gleiche Kleid wie drei andere Mädels trug und das erste Mal, dass ich meinen eigenen kleinen Strauß in den Händen hielt. Das erste Mal, dass ich schon vor der Trauung weinen musste, weil mir meine beste Freundin zum Dank ein tolles Geschenk überreichte, das gemeinsam mit rührenden Worten in einer Kiste verpackt war. Zum ersten Mal lief ich gemeinsam mit den Mädels, der Braut und dem Brautvater über den Hof und in den Trauraum ein, in dem alle Gäste schon gespannt saßen und uns ansahen, während die wunderschöne Musik ertönte und der Bräutigam vorn ganz aufgeregt stand und versuchte, seine Tränen zurück zu halten. Zum allerersten Mal durfte ich vorn neben der Braut Platz nehmen, ganz nah den Worten der Standesbeamtin lauschen und beim Aufruf meines Namens meine Unterschrift unter dieses die Liebe zweier Menschen beglaubigende Dokument setzen. Zum ersten Mal durfte ich nach der Trauung im Hintergrund einige Fäden ziehen und mich als Ansprechpartnerin für Brautpaar und Gäste fühlen. Es war das erste Mal, dass ich während einer Hochzeit ganz vorn am Brauttisch sitzen durfte, gleich neben der Braut und gemeinsam mit den Eltern des Paares. Es war das erste Mal, dass ich jemandem die Schleppe halten und tragen durfte und mich für jemanden einen Tag lang verantwortlich fühlen durfte. Es war die erste Hochzeit auf der auch ich vor Aufregung kaum etwas essen konnte, immer darauf bedacht, dass alles seinen Gang geht und auch ja funktioniert. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich gemeinsam mit dem Trauzeugen eine Hochzeitsrede vor vielen mir fremden Menschen gehalten, bei der ich meine allererste selbst gefertigte Hochzeitszeitung übergeben durfte. Und zum allerersten Mal in meinem Leben konnte ich nach so vielen geglückten Aufgaben tanzen, als gäbe es keinen Morgen mehr! 

Und nicht nur für mich, sondern sicherlich auch für das tollste Brautpaar, das ich kenne, war es ein so besonderer Tag mit vielen ersten Malen. In all der Zeit der Vorbereitungen wurde mir mit jedem Tag, an dem die Hochzeit näher rückte, klar, dass die zwei ein Paar sind, bei dem jegliche Zweifel verflogen sind, das einfach zusammen gehört, so, wie es ist, das ohne einander einfach nicht vollkommen wäre. Diese zwei meiner besten Freunde machen allen vor wie es sein sollte, machen allen vor, dass es eben nichts Außergewöhnliches oder gar Schlimmes ist, mit Mitte Zwanzig zu heiraten, so wie es wahrscheinlich bei all unseren Eltern einmal üblich war. Auf dieses Paar kann man ruhigen Gewissens blicken und sagen, sie haben alles richtig gemacht und sie sich als Vorbild nehmen.

Und eben weil dieser Tag nicht nur was das Wetter anging trotz schlechter Prognosen so ein toller Tag war, möchte ich euch hier noch ein paar Impressionen mit auf den Weg geben, wie schön eine DIY-Hochzeit doch sein kann!

Der Trauraum, in dem die Zeremonie abgehalten wurde. Das Brautpaar hatte für jeden einen Programmzettel und ein niedliches Taschentuch vorbereitet. 

In dieser Festscheune haben wir gemeinsam gegessen und gefeiert. 

Das glücklich strahlende Brautpaar. Ist das nicht ein wunderschönes Kleid? 

Mein Trauzeuginnen/Brautjungfernkleid. Die tolle Frisur verdanke ich meiner lieben Quasi-Schwägerin. 


Danke an die Braut für diese tolle Aufgabe und das Vertrauen! Es war einfach ein Tag voller Liebe und Freude!
Und diese Liebe möchte ich mit diesem Beitrag mit euch teilen.
Eure

Kommentare:

  1. Das hast du wirklich schön beschrieben, man spürt die Liebe einfach. Und die Kleider sind toll - Brautkleid und die Kleider der Brautjungfern. Und natürlich deine Frisur - dafür wäre ich zu hibbelig gewesen, hihi.
    Liebe Grüße
    Jessa

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    1. Danke liebe Jessa! Es freut mich, wenn auch "fremde" meinen Post so verstehen und annehmen können :) Liebe Grüße!

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